Das Treffen mündete in die Unterzeichnung dreier Intentionsdokumente: eines Protokolls zur Fortführung des Aktionsplans von 2023, einer Vereinbarung über verstärkte Zusammenarbeit in den Bereichen Sicherheit und Verteidigung sowie eines Plans zur Wettbewerbsfähigkeit.
Beide Länder verpflichteten sich als EU-Gründerstaaten zur Vertiefung der europäischen Integration, zur Stärkung des europäischen Pfeilers in der NATO und zur Unterstützung der Ukraine in ihrer Verteidigung gegen die russische Aggression. Die Bedeutung des transatlantischen Bündnisses mit den USA sowie die Einhaltung des Völkerrechts wurden hervorgehoben.
Italien und Deutschland sollen ein stärkeres, demokratisches Europa anstreben, das zu effektivem geopolitischem Handeln fähig ist. Beide Länder verpflichten sich zur Koordinierung ihrer Positionen in Brüssel, unter anderem durch regelmäßige Treffen der Vertretungen beider Staaten.
Als führende Produktionswirtschaften Europas sehen beide Länder in ihrer Zusammenarbeit die Grundlage für die industrielle Basis der EU. Sie unterstützen die EU-Strategie für Wachstum, Innovation und Energiesicherheit. Die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit durch Strukturreformen und Regulierungsvereinfachung hat Priorität.
Die gemeinsamen Pläne konzentrieren sich auf Branchen wie die Automobil- und Petrochemieindustrie und fördern gegenseitige Auslandsinvestitionen sowie die Vereinfachung von Vorschriften. Im Energiebereich sprechen sich beide Staaten deklarativ für die grüne Transformation bei gleichzeitiger Technologieneutralität aus, einschließlich des Wasserstoffkorridors South2 Corridor, der Italien, Deutschland und Nordafrika verbindet.
Deutschland und Italien vereinbarten die Einrichtung eines strukturierten Dialogs auf Ebene der Staatssekretäre der Außenministerien mit Schwerpunkt auf Regionen wie dem Nahen Osten, Afrika und dem Indo-Pazifik. Merz und Meloni erklären die Stärkung des europäischen Pfeilers der NATO, der Cybersicherheit und den Kampf gegen hybride Bedrohungen.
In der Migrationsfrage erfordert Afrika als Wachstumskontinent strategische Partnerschaften. Deutschland betonte, dass es Italien unterstützen werde, da das Land aufgrund seiner geographischen Lage besonders der Massenmigration aus Afrika und dem Nahen Osten ausgesetzt ist.