„Polen hat die deutschen Pushbacks an der Westgrenze stillschweigend akzeptiert. Polen dachte wohl, diese Menschen würden sowieso gleich nach Deutschland weiterreisen. Aber leider wurde die Wirksamkeit der deutschen Grenzsicherung unterschätzt\" – sagt die Journalistin Aleksandra Fedorska.
Vor einigen Tagen informierte die Journalistin und Deutschlandexpertin Aleksandra Fedorska in den sozialen Medien, dass die deutsche Bundespolizei auf ihre Anfrage zu den von Deutschland nach Polen zurückgewiesenen Migranten geantwortet habe.
Es stellt sich heraus, dass – wie die Journalistin unter Berufung auf das deutsche Innenministerium berichtet – „im Zeitraum vom 1. Januar bis 30. April 2024 die Bundespolizei insgesamt 5.621 Personen registriert hat, die die polnisch-deutsche Grenze illegal überquert haben. Von diesen wurden 3.578 Personen nach Polen zurückgewiesen\".
Wo ist unser polnisches Innenministerium? Wo sind die polnischen Medien, wenn sie ihre Aufgabe zu erledigen haben!
– kommentiert Fedorska die ganze Angelegenheit.
Am Freitag veröffentlichte die Journalistin einen weiteren Beitrag, in dem sie erklärte, dass „die polnische Regierung auf das Wohlwollen Deutschlands für ihre ablehnende Haltung zur Akzeptanz des Migrationspakts zählen konnte\".
Im Gegenzug hat Polen die deutschen Pushbacks an der Westgrenze stillschweigend akzeptiert. Polen dachte wohl, diese Menschen würden sowieso gleich nach Deutschland weiterreisen. Aber leider wurde die Wirksamkeit der deutschen Grenzsicherung unterschätzt. Ich bedauere, dass die polnische Seite so wenig von der deutschen Politik versteht und so wenig über Deutschland weiß
Laut Fedorska war ein solches Vorgehen vorhersehbar.