Die Bundesregierung hat im Dezember 2025 einen gigantischen Investitionsfonds unter dem Namen „Deutschlandfonds\" aufgelegt. Ziel dieses Fonds ist die Mobilisierung privater Investitionen in Schlüsselsektoren der Wirtschaft. Der Deutschlandfonds wird von der staatlichen Förderbank KfW verwaltet. Die Regierung in Berlin hat dafür rund 30 Milliarden Euro bereitgestellt, hauptsächlich in Form von Garantien, mit dem Ziel, Gesamtinvestitionen von 130 Milliarden Euro anzustoßen. Die Mittel stammen aus einem öffentlichen Infrastrukturfonds im Wert von 500 Milliarden Euro.

Für Start-ups bietet der Fonds Finanzierungsoptionen wie „Scale-up Direct

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Im Industriesektor engagiert sich der neue Fonds in Transformationstechnologien und bietet insgesamt 8 Milliarden Euro an Garantien für Projekte wie Batteriespeicher, Wasserstoff oder CCU/S. Der bereits bestehende Rohstofffonds mit einem Pool von 1 Milliarde Euro für die Jahre 2024–2028 wird die Gewinnung und das Recycling kritischer Rohstoffe unterstützen.

Für Versorgungsunternehmen sind Darlehen für Geothermieprojekte sowie „Renewable Energies Plus loans\" und Investitionen/syndizierte Kredite für erneuerbare Energien, Netze und Wärmeversorgung vorgesehen. Prioritäre Sektoren sind erneuerbare Energien, Speicherung, Netze, Automotive, Deeptech, KI, Biotech, Cleantech und Verteidigung. Die Regierung erwägt ein Modul für den Bausektor.

Deutsche Bank Research betrachtet den Deutschlandfonds als Segen für laufende Investitionen, Transformation und Start-ups. Die Struktur ist jedoch komplex. Entscheidend ist jetzt, privates Kapital anzuziehen.

Die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) bewertet den Fonds als Impuls, betont aber, dass Geld allein nicht ausreicht. DIHK-Präsident Peter Adrian verweist auf ein anderes Problem als Kapital. Es mangelt nach wie vor an Vertrauen in den Standort. Laut einer DIHK-Umfrage plant nur ein Fünftel der Unternehmen neue Investitionen in Deutschland. Die Ausrüstungsinvestitionen befinden sich auf dem Niveau von 2015. Helena Melnikov von der DIHK ergänzt, dass die Regierung private Investoren als Partner behandeln muss und nicht als Gegner. Entscheidend seien die Senkung der Arbeits- und Energiekosten, Bürokratieabbau sowie schnellere Genehmigungsverfahren.

Vizekanzler und Finanzminister Klingbeil (SPD) betont, dass der Fonds kein Staatsfonds sei. Seiner Ansicht nach handelt es sich um eine Plattform für Garantien und Darlehen, die privates Kapital mobilisiert. In den Medien hob Klingbeil hervor, dass 10 Milliarden Euro aus dem Bundeshaushalt bis zu 100 Milliarden Euro an privaten Mitteln freisetzen könnten, mit dem Schwerpunkt auf Start-ups, kritischen Rohstoffen und Energie.