Im Jahr 2024 wurden in Deutschland 677.117 Kinder geboren, das sind 15.872 oder 2 % weniger Neugeborene als im Vorjahr. Laut Daten des Statistischen Bundesamts betrug die Geburtenrate in Deutschland 1,35 pro Frau.
Im Vergleich zum Vorjahr ging die Geburtenrate 2024 in allen Regionen Deutschlands zurück. Den größten Rückgang verzeichnete Thüringen. Den geringsten Rückgang um 1 % gab es in Baden-Württemberg, wo die Rate von 1,41 auf 1,39 Kinder pro Frau sank.
Frauen mit deutscher Staatsangehörigkeit haben statistisch 1,23 Kinder pro Frau. Ein so niedriges Geburtenniveau wurde zuletzt vor fast 30 Jahren verzeichnet, im Jahr 1996 (1,22 Kinder pro Frau). Bei Frauen mit ausländischer Staatsangehörigkeit betrug die Geburtenrate 2024 1,84 Kinder pro Frau, was ebenfalls einen Rückgang gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Seit 2017 sinkt die Geburtenrate ausländischer Frauen fast ununterbrochen.
Die Bevölkerungszahl in Deutschland wächst von Jahr zu Jahr leicht, vor allem wegen der Einwanderung. Laut Statistischem Bundesamt stieg die Einwohnerzahl 2024 um etwa 121.000 Personen (+0,1 %) auf etwas unter 83,6 Millionen. Dieser Anstieg ergibt sich ausschließlich aus dem positiven Migrationssaldo (+420.000), denn die natürliche Bevölkerungsbilanz ist negativ: etwa 330.000 Personen mehr starben als geboren wurden. Für 2025 wird ein weiterer geringer Anstieg auf etwa 83,97 Millionen erwartet, wobei die Einwanderung erneut die Waage neigen wird.
Auf längere Sicht zeigen die Prognosen für das Wachstum der Einwohnerzahl Deutschlands jedoch ein gemischtes Bild. Es wird erwartet, dass die Bevölkerungszahl bis 2045 auf etwa 85,5 Millionen ansteigen wird, was durch Einwanderung verursacht wird, wobei die regionalen Unterschiede groß sein werden. In den Städten werden die Einwohnerzahlen wachsen, während ländliche Regionen, vor allem in Ostdeutschland, schrumpfen werden.