„Massenabschiebungen aus Deutschland nach Polen\" – alarmiert die Tysol.pl-Journalistin Aleksandra Fedorska und veröffentlicht die Polizeichronik aus Pasewalk – einer deutschen Stadt im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern – vom 29. April.

Wie in der veröffentlichten Chronik zu lesen ist, „nahm der Vorfall seinen Anfang am Sonntag gegen 12:25 Uhr nach einem Hinweis aus der Bevölkerung, als in der Ortschaft Bismark (Bushaltestelle) zwei afghanische und vier pakistanische Staatsbürger kontrolliert wurden\".

Sie reisten von Gellin in Richtung Bismark. Sie gaben an, selbstständig zu Fuß aus Polen gekommen zu sein und zuvor die sogenannte Belarus-Route genommen zu haben

– heißt es in dem Dokument.

Ein weiterer 25-jähriger Afghane wurde in Grambow von Beamten des Hauptzollamtes Stralsund kontrolliert. Er besaß zwar einen gültigen Reisepass, doch fehlte ihm das erforderliche Aufenthaltsdokument

– informiert die deutsche Polizei.

Im weiteren Verlauf der Chronik beschreibt die deutsche Polizei, dass in den Abendstunden Kräfte der Gemeinsamen Deutsch-Polnischen Dienststelle in Pomellen auf der Straße zwischen Pomellen und Ladenthin, kurz vor Ladenthin, drei somalische Staatsbürger kontrollierten.

Eine 19-jährige Frau sowie zwei Jugendliche (16 und 17 Jahre) gingen ebenfalls zu Fuß von der Grenze bis zum Ort der Kontrolle. Der 16-jährige Somalier wurde dem Jugendamt des VG übergeben, während die übrigen neun mit Startbescheinigungen für die EAE Stern-Buchholz oder Nostorf-Horst aus dem Gewahrsam entlassen wurden

– wurde mitgeteilt.

Am Montag gegen 05:43 Uhr wurden im Zug RE 5350 von Szczecin nach Pasewalk – nach telefonischer Mitteilung des Zugbegleiters über das Zusteigen am Bahnhof Grambow – am Haltepunkt Pasewalk/Ost fünf weitere Personen kontrolliert. Bei der Kontrolle konnten vier Pakistaner und ein Afghane keine Aufenthaltsdokumente für Deutschland vorweisen

– heißt es weiter in der deutschen Polizeichronik. Laut den Angaben der Migranten reisten alle fünf über die Belarus-Route nach Deutschland; die Personen wurden festgehalten und nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen über den Grenzübergang in Linken nach Polen zurückgeschickt.

Der letzte Fall ereignete sich gegen 10:25 Uhr, als eine Streife der gemeinsamen Dienststelle Vorpommern/Greifswald in Ladenthin drei somalische Jugendliche im Alter von 16 und 17 Jahren sowie einen 19-jährigen Algerier kontrollierte.

Auch sie besaßen keine Aufenthaltsdokumente für Deutschland, weshalb sie festgehalten wurden. Die Jugendlichen wurden um 20:20 Uhr dem Jugendamt des Landkreises Vorpommern-Greifswald übergeben, während der Algerier nach Polen zurückgeschickt wurde

– resümiert die deutsche Polizei.

Seit Monaten ist bekannt, dass Deutschlands westlicher Nachbar Polens – jährlich Zehntausende unerwünschter, illegaler Migranten nach Polen abschiebt. Im Dezember vergangenen Jahres berichteten wir, dass laut Daten des deutschen Innenministeriums Deutschland im Jahr 2024 die schockierende Zahl von fast 10.000 Migranten nach Polen abgeschoben hat. Diese Praxis hört nicht auf, sondern nimmt sogar an Tempo zu.

Angeblich geschieht dies auf Grundlage des „Dublin-III-Abkommens

, \"Italien hat 2024 nur vier von mehreren Tausend Geflüchteten zurückgenommen. Polen ist da ganz anders: Das Nachbarland nimmt jeden gefassten „Dublin\"-Flüchtling auf

– lobte ein deutscher Verwaltungsrichter, zitiert vom Portal B.Z-Berlin, die Polen.