Ein paar Worte an meine einsamen Freundinnen, ihre Katzen und Hunde.
Ich verstehe euch ein wenig. Man hat euch belogen, und ihr habt es geglaubt..
Ich verstehe euch, denn auch mich hat man belogen – und wie ihr habe ich es geglaubt.
An diese Geschichte von Selbstverwirklichung, Wahlfreiheit und fehlenden Konsequenzen...
Im Paket war noch der Glaube ans Mieten, die Freude des Reisens, der Welt- und Menschenerkundung.
Heute seid ihr 40 plus, ohne Familie oder zumindest ohne Kinder, auf der Arbeit seit langem mit dem heißen Atem der nächsten Generation im Nacken, wachsenden Komplexen zunehmender Unsichtbarkeit und fehlender Akzeptanz des Vergehens der Zeit.
So sollte es nicht sein, und bestimmt nicht so schnell!! Fühlt ihr euch ausgenutzt?
...Na klar, denn als man die Regierung stürzen musste: schreien, Blitze an Kirchen schmieren und Schwarze Märsche veranstalten, da wart ihr dabei... und heute?
Heute sagt man euch: Es ist ein guter Zeitpunkt für die Rückkehr in die Wirklichkeit und vielleicht doch noch ein Kind zu bekommen?
Nur gibt es niemanden mehr, mit dem, und keinen Ort wo – und vor allem ist die gute Zeit dafür einfach vergangen.
...denn das über die Jahre verdiente Geld ging für Mietkosten drauf, für Coachings, Yoga und Soja-Latte bei Starbucks.
Heute sieht die Leere und Unerfülltheit der Frauen der Transformationsgeneration am besten die Gazeta Wyborcza, dieselbe, die noch vor wenigen Jahren wirkungsvoll in düsteren Farben die Folgen des Kopierens der Lebensskripte unserer Großmütter und Mütter malte.
Schon nach der Revolution – sie enden immer so...