„Hat der polnische Grenzschutz die Kontrolle über die Situation an der Westgrenze verloren?" – fragt Aleksandra Fedorska auf der Plattform X und veröffentlicht Daten.
Die Journalistin Aleksandra Fedorska teilte unter Berufung auf Daten der deutschen Bundespolizei mit, dass im Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Mai 2024 die Zahl der „aus Deutschland nach Polen abgeschobenen Personen aus Nicht-EU-Ländern" bei 4.506 lag.
Gleichzeitig informierte Fedorska, dass das polnische Innenministerium angab, „3.578 Personen seien nicht nach Deutschland eingelassen worden, davon 63 Prozent Ukrainer".
Die Journalistin machte auf die Diskrepanz zwischen den Daten der deutschen Polizei und des polnischen Innenministeriums aufmerksam. Im neuesten Beitrag von Aleksandra Fedorska heißt es: „Der Grenzschutz hat über 1.000 Personen verloren oder weiß nicht, was vor sich geht".
Wir erinnern daran, dass Mitte Juni bekannt wurde, dass ein deutscher Polizeiwagen den Grenzübergang in Osinów Dolny passierte und auf polnischer Seite eine Migrantenfamilie aus dem Nahen Osten absetzte. Dies löste enorme öffentliche Empörung aus.
Premierminister Donald Tusk versuchte darauf zu reagieren und versicherte, er werde mit Bundeskanzler Olaf Scholz über diese Angelegenheit sprechen, doch wie Aleksandra Fedorska erfuhr, fand kein solches Gespräch statt.
Das deutsche Bundespresseamt teilte Aleksandra Fedorska mit, dass, obwohl Donald Tusk ein Gespräch mit Olaf Scholz über den Vorfall mit dem Transport von Migranten nach Polen angekündigt hatte, dieses nicht stattgefunden habe und zudem nicht einmal geplant sei. Diese Nachricht löste eine geradezu hysterische Reaktion von Donald Tusk aus.