Deutsche Unternehmen sind der zweitgrößte ausländische Steuerzahler in Russland.

Die deutsche Zeitung Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) berichtet, dass zwei Drittel der deutschen Unternehmen, die vor dem Angriff auf die Ukraine in Russland tätig waren, dort weiterhin präsent sind und ihre Geschäftstätigkeit fortsetzen. Insgesamt sind 261 deutsche Unternehmen in Russland aktiv. Zu dieser Gruppe gehören so bekannte Marken wie Metro, Uniper, Bayer, BMW und Hochland. Im Jahr 2022 zahlten sie insgesamt 402 Millionen US-Dollar an Einkommensteuer, und ihr Umsatz belief sich auf 23,2 Milliarden US-Dollar, erläutert der Deutschlandfunk.

Nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine am 24. Februar 2022 erklärten die meisten westlichen Unternehmen, den russischen Markt verlassen zu wollen. Im Laufe der Zeit stellte sich jedoch heraus, dass es in manchen Fällen bei bloßen Erklärungen blieb und diese Absichten nicht umgesetzt wurden. Um zu dokumentieren, welche Unternehmen ihr Wort gehalten haben und welche weiterhin in Putins Russland tätig sind, führt die Yale University die sogenannte „Schandliste“, die die Namen jener Unternehmen enthält, die ihre Zusagen nicht eingehalten oder gar nicht erst abgegeben haben.

Deutschlandfunk / Frankfurter Allgemeine Zeitung / OKO.press / Aleksandra Fedorska